3.0 Social Media Handlungsoptionen – Definitionen, Prozesse, Perspektiven

Lesezeit: ca. 15 Minuten

Lernziel: Social Media Handlungsoptionen und Social Media Affinität verstehen und anwenden.

Dieser Abschnitt befasst sich mit Grundlagen. Die Anwendung erfolgt in der Ableitung der Handlungsoptionen für Social Media.

In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über

  • die Definition und Bedeutung von Social Media Handlungsoptionen, Social Media Affinität und der Themen und Themenbereiche.
  • die Prozesse zur Ermittlung der Social Media Handlungsoptionen.
  • die Bedeutung der unterschiedlichen strategischen Perspektiven aus und für die Sie Handlungsoptionen für Social Media ableiten.

Definitionen

  • Social Media Affinität drückt die Eignung von Märkten, Bedürfnissen, Themen, Marken, Leistungen oder Problemen aus, auf Social Media zu reagieren oder sich damit beeinflussen zu lassen.
  • Social Media Handlungsoptionen beschreiben die idividuellen Möglichkeiten des Unternehmens Social Media in einem bestimmten Bereich einzusetzen, also die Gestaltungsmöglichkeiten in Social Media. Social Media Handlungsoptionen sind im potenzialbasierten Strategiemodell die Möglichkeiten, die in einem Thema / einem Themenbereich aufgrund dessen Social Media Affinität möglich und im Wettbewerb realisierbar sind.
  • Themen und Themenbereiche sind im potenzialbasierten Strategiemodell Inhalte und Strukturen, die sich einem gemeinsamen inhaltlichen Mittelpunkt oder einem gemeinsamen Obergriff zuordnen lassen. Themen finden in unterschiedlichen Nutzungsformaten auf unterschiedliche Weise statt. In einer Audience sind Themen Bereiche zu denen wir Inhalte erstellen. In einer Community stehen Themen für die inhaltlich Ausrichtung der Gemeinschaft insgesamt oder von Teilen davon.
  • Strategische Perspektiven beschreibt als Begriff den strategischen Blickwinkel aus dem Handlungsoptionen für Social Media abgeleitet werden. Also mit welcher strategischen Orientierung Social Media für das Unternehmens genutzt werden soll / genutzt wird.

Bedeutung

Social Media Handlungsoptionen

Social Media Handlungsoptionen haben eine zentralen Bedeutung im pbsm Strategieprozess. Sie sind eine entscheidende Vorstufe und die inhaltliche Grundlage der Strategiedefinition. Wir entwickeln unsere Social Media Handlungsoptionen für die einzelnen Themen / Themenbereiche. Damit entwickeln wir eine Social Media Strategie, die Markt, Geschäftsmodell, Unternehmenszielen und Wettbewerbssituation präziser entspricht und die Chancen und Risiken von Social Media nicht zuletzt präziser aufzeigt. Was uns ermöglicht leistungsfähigere Social Media Strategien zu entwickeln.

Themen und Themenbereiche

Themen und Themenbereiche sind eine zentrale Struktur im pbsm Strategieprozess. Die Themen / Themenbereiche unserer Strategie beschreiben das Feld auf dem die Strategie agiert.

Wir strukturieren die Strategieentwicklung nach Themen / Themenbereichen, weil wir damit

  • Märkte feiner gliedern und präziser bearbeiten können. Märkte sind in Social Media keine operable Einheiten, die wir gezielt ansprechen können. Über Themen können wir einzelne Bereiche von Märkten präziser adressieren. Eine höhere Präzision in der Ausrichtung der Strategie ermöglicht eine präzisere Wirkung und reduziert Kosten. Dies ist einer der Wettbewerbsvorteile und Alleinstellungsmerkmale des pbsm.
  • ein präziseres Bild mit direkt nutzbaren Erkenntnissen für Märkte, Geschäftsmodell, Wettbewerb und Unternehmensziele erarbeiten. Wie nehmen die Realität in Social Media sehr viel umfassender und präziser wahr. Diese Situational Awareness ist ein Wettbewerbsvorteil weil damit entwickelte Strategien dieser Realität besser gerecht werden können.
  • die Ansprüche aus Markt, Zielgruppen, Geschäftsmodell, Wettbewerb, Unternehmensziele und Wettbewerbssituation auf einer gemeinsamen Ebene zusammenfassen. Wir haben ein durchgängiges System das Social Media Leistungspotenzial, Geschäftsmodell, Märkte, Wettbewerb und Ziele in einer durchgängigen Dimension erfassbar und in Social Media anwendbar macht. Diese Durchgängigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil von pbsm.

Themen leiten wir aus dem Geschäftsmodell unseres Unternehmens und aus den Unternehmenszielen ab. Über die Themen aus Geschäftsmodell und Unternehmenszielen des Unternehmens decken wir

  • Märkte (über die Kundensegmente),
  • Unternehmensleistungen (über die Wertangebote)
  • Kunden und Kundenbeziehungen (über Kundenbeziehungen / Wertangebote / Kundensegmente)
  • Wettbewerbssituation (über die Wettbewerbssituation innerhalb der Themen)

ab. Themenbereiche sind Cluster aus Themen in einem sachlichen Zusammenhang.

LeistungspotentialGeschäftsmodellHandlungsoptionenSituational AwarenessStrategie und Strategiebestandteile
ThemenWir erkennen welches Leistungspotenzial wir in welchen Themen einsetzen können. Wir erkennen welche Themen für die Unterstützung des Erfolgs des Geschäftsmodells relevant sind. Wir erkennen welche Social Media Handlungsoptionen wir in einem Thema habenWir erkennen was unsere Social Media Strategie in den relevanten Themen leisten muss um den Erfolg des Geschäftsmodells unterstützen zu können.Unsere Strategie ist auf den Erfolg in den für das Geschäftsmodell entscheidenden Themen ausgerichtet und inhaltlich eingestellt.
Die Funktion der Themen in den einzelnen Modulen der Strategieentwicklung

Social Media Affinität

Social Media Affinität ist der Indikator der möglichen Wirkung, die wir in Social Media in einem Thema / einem Themenbereich erzielen können. Die Social Media Affinität gibt uns also an, wie stark Social Media auf ein Thema, einen Themenbereich einwirken kann.

Das hat ganz praktische Bedeutung, die eine kleine Gegenüberstellung verdeutlichen soll

  • in einem Themenbereich mit geringer Social Media Affinität können wir mit großem Einsatz und brillanten Aktivitäten – gemessen am Einsatz – weniger erreichen, als wenn wir den gleichen Einsatz in einem Themenbereich mit hoher Affinität erbringen würden.
  • die Social Media Affinität eines Themenbereichs sagt uns damit auch, ob es Erfolg versprechend ist, sich auf einen bestimmten Themenbereich zu fokussieren oder ob wir über einen anderen Themenbereich mehr Erfolg erzielen können.

Die Social Media Affinität ist ein strategisch wichtiger Indikator, weil sie Einfluss auf die Schwerpunkt von Strategie und den Einsatz von Ressourcen hat.

In der Strategiedefinition hilft uns die Social Media Affinität auch bei der Ausrichtung unserer Strategie auf Themen und Themenbereiche. Wenn wir beispielsweise in einem für das Unternehmen besonders wichtigen Themenbereich mit einer sehr geringen Social Media Affinität rechnen müssen, macht es mehr Sinn den hinter diesem Themenbereich liegenden Markt auf einem anderen Weg – in oder ausserhalb von Social Media – anzusprechen. Ein der Bedeutung des Themenbereichs für das Unternehmen angemessener Einsatz von Ressourcen liefe Gefahr zu verpuffen.

Quellen

Themen und Themenbereiche definieren wir über die Analyse von

  • Geschäftsmodell: damit decken wie den Teil der Märkte ab, den das Unternehmen bereits bearbeitet.
  • Unternehmenszielen: das beinhaltet den Teil der Märkte, die das Unternehmen noch nicht bearbeitet, aber bearbeiten will.

Social Media Affinität von Themenbereichen definieren wir über die Analyse der

  • Kommunikationsstrukturen
  • Kommunikationsvolumen
  • Kommunikationsinhalte

der Themen. Darüber hinaus berücksichtigen wir in unklaren Situationen zusätzlich den UserNutzen, der durch Social Media für diese Themenbereiche geschaffen werden kann. Weitere Inhalte zur Anwendung finden Sie in dem Abschnitt Handlungsoptionen – Themen und Themenbereiche.

Prozesse

Social Media Handlungsoptionen im Strategieprozess pbsm

Die Social Media Handlungsoptionen sind die Grundlage unserer Strategiedefinition. Die Handlungsoptionen zeigen auf, was für Möglichkeiten das Unternehmen in seiner konkreten Markt- und Wettbewerbssituation hat um den Erfolg seines Geschäftsmodells und seine Unternehmensziele durch Social Media zu unterstützen.

  • Die Social Media Handlungsoptionen ergeben sich aus dem Leistungspotenzial von Social Media für Themen /Themenbereiche (die für Markt, Geschäftsmodell, Wettbewerb und Bedürfnisse stehen) und sind die Basis der Social Media Strategiedefinition.
  • Aus den Social Media Handlungsoptionen leiten wir Strategien (verschiedene Strategieversionen für verschiedene Schwerpunkte) ab.
  • Über die Bewertung der Qualität und Leistung der Strategieversionen finden wir die Strategie / Strategiealternativen die wir dem Management zur Realisierung vorschlagen.

Die Prozesse zur Ermittlung der Social Media Handlungsoptionen

Unsere individuellen Social Media Handlungsoptionen erarbeiten wir über die nachfolgenden Prozesse. Die Prozesse selbst werden hier nur aufgeführt und in ihren einzelnen Abschnitten umfassender behandelt.

Geschäftsmodell und Unternehmensziele

Wir erarbeiten im Prozess “Geschäftsmodell und Unternehmensziele” die Informationsgrundlage für die Entscheidung über Art, Umfang und Schwerpunkte der Unterstützung von Geschäftsmodell und Unternehmensziele unserer Social Media Strategie.

  • Inhalt: wir bestimmen die Themen die für unser Geschäftsmodell und unsere Unternehmensziele stehen.
  • Entscheidung: wie legen fest, welche Themen aus unserem Geschäftsmodell für unsere Social Media Strategie relevant sind.
  • Auswirkung: Mit dieser Entscheidung definieren wir den Wirkungsbereich unserer Social Media Strategie im Markt und für das Geschäftsmodell.
  • Erklärung: In dem wir die Themen unserer Social Media Strategie nicht (nur) aus dem Markt sondern aus dem Geschäftsmodell und den Unternehmenszielen ableiten, berücksichtigen wir auch die Form der Marktbearbeitung durch das Unternehmen und generieren damit eine Social Media Strategie die den Anforderungen des Geschäftsmodells und der Unternehmensziele besser entspricht und schaffen für die Nutzung von Social Media eine gemeinsame Ebene, die alle relevanten Bereiche des Geschäftsmodells unterstützt. Die für den Markt relevanten Themen nehmen wir im Geschäftsmodell aus den Kundensegmenten und den Wertangeboten. Insbesondere in letzterem sind die wesentlichen Themen des Marktes (Bedürfnisse) enthalten.

Themenbereiche und Themen

Wir definieren im Prozess “Themen und Themenbereiche” das maximale Wirkungsfeld unserer Social Media Strategie. Wir bestimmen über die Themen die unsere Strategie anspricht, welche Märkte und User wir mit Social Media ansprechen und welche Teile unseres Geschäftsmodells und welche Unternehmensziele die Strategie maximal erreichen kann.

  • Inhalt: wir fassen die Themenbereiche und Themen die wir in Social Media nutzen wollen zusammen. Das heisst wir führen alle Themen aus den verschiedenen Bereichen des Geschäftsmodells und der Unternehmensziele zusammen. Wo möglich bilden wir übergreifende Themenbereiche.
  • Entscheidungen: Zuordnung von Themen, reduzieren der Themen um Duplikate.
  • Auswirkungen: In dem wir alle Themen zusammen fassen verhindern wir Redundanzen und sichern zugleich das wir keine Themen übersehen bzw. Themen untergehen. Mit der Zusammenfassung der Themen beschreiben wir den maximalen Rahmen unserer Social Media Strategie. In diesem Rahmen müssen wir den Wettbewerb gestalten.
  • Erklärungen: auf der Ebene der Themen lassen sich sowohl Märkte wie Wettbewerbssituationen in Social Media präziser abbilden und bearbeiten. Zugleich schaffen wir damit eine gemeinsame “Arbeitsebene” für unsere Social Media Strategie die Anforderungen aus den Modulen des Geschäftsmodells und der Unternehmensziele abbildet.

Prioritäten Themen und Themenbereiche

Wir erarbeiten im Prozess “Handlungsoptionen Prioritäten der Themen” die Grundlage für die Entscheidung über die Schwerpunkte und den tatsächlichen Umfang unserer Social Media Strategie. D. h. wir erarbeiten die Grundlage für die Fokussierung unserer Social Media Strategie.

  • Inhalt: wir legen die individuellen Prioritäten der Themenbereiche fest. Die Priorisierung von Themenbereichen erleichtert es die Strategie präziser auf die Anforderungen aus Geschäftsmodell und Unternehmenszielen auszurichten. Die Prioritäten der Themen ergeben sich aus den Märkten und dem Geschäftsmodell.
  • Entscheidungen: die Festlegung der Prioritäten der einzelnen Themen und Themenbereiche (in Zusammenarbeit mit den Funktionsbereichen)
  • Auswirkungen: mit der Vergabe von Prioritäten legen wir die Grundlage für die Ausrichtung und die Schwerpunkte unserer Strategie. Themen mit geringer Priorität erhalten – generell – in der Strategie weniger Aufmerksamkeit und Ressourcen als Themen mit hoher Strategie. Damit engen wir den Rahmen / das Wirkungsfeld unserer Strategie ein und beschreiben das engere Wirkungsfeld unserer Strategie. In diesem Rahmen müssen wir den Wettbewerb zu unserem Vorteil gestalten können.
  • Erklärungen: die Prioritäten der Themen und Themenbereiche dienen einmal der Fokussierung der Strategie. Über die Prioritäten der Themen legen wir zugleich auch die Schwerpunkte der Strategie fest. Hier kann – zum Beispiel bei unterschiedlichen sinnvoll begründbaren Prioritäten von Themen der Bedarf für unterschiedliche Strategieversionen entstehen. Es ist empfehlenswert den Strategieprozess nicht durch eine Vielzahl an möglicher Strategieversionen zu überfrachten. Über die Prioritäten unserer Themen definieren wir also auch die Felder im Wettbewerb, in denen wir uns mit unserer Strategie behaupten müssen. Daraus ergeben sich nicht nur Anforderungen was den Umfang betrifft, den wir mit unserer Strategie abdecken müssen sondern auch Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit in diesen konkreten Themen.

Social Media Nutzungsformate

Wir erarbeiten im Prozess “Handlungsoptionen Social Media Nutzungsformate” die Informationsgrundlage für die Entscheidung über die Nutzungsformate unserer Social Media Strategie. Die Handlungsoptionen Social Media Nutzungsformate definieren den Rahmen für den Inhalt des Strategiebestandteils Social Media Nutzungsformate unserer Strategie.

  • Inhalt: wir ermitteln die möglichen Nutzungsformate unserer künftigen Social Media Strategie über die Eignung der Themen für die verschiedenen Nutzungsformate und wir ermitteln mit den Nutzungsformaten zugleich die Wettbewerbssituation in den Themen.
  • Entscheidungen: Entscheidung über die Eignung von Nutzungsformaten für die Themen unserer Social Media Strategie.
  • Auswirkungen: über die Entscheidung welche Nutzungsformaten in welchem Umfang für unsere Social Media Strategie geeignet sind, legen wir einen strukturellen Rahmen unserer Strategie fest.
  • Erklärungen: Durch die Analyse von Märkten und Userverhalten erkennen wir, welche Nutzungsformate grundsätzlich möglich sind. Wir ermitteln die Wettbewerbssituation zugleich mit den Nutzungsformaten da wir bei der Analyse der vorhandenen Nutzungsformate auch deren Wettbewerbsqualität mit erheben können. Über die Vorauswahl geeigneter Nutzungsformate definieren wir einen strukturellen Bestandteil unserer Strategie.

UserNutzen

Wir erarbeiten im Prozess “Handlungsoptionen UserNutzen” die Informationsgrundlage für die Entscheidung über den oder die UserNutzen unserer Social Media Strategie. Die Handlungsoptionen UserNutzen definieren den Rahmen für den Inhalt des Strategiebestandteils UserNutzen unserer Strategie.

  • Inhalt: wir halten fest welche Handlungsoptionen wir für den oder die UserNutzen in unseren Märkten haben. D. h. welche UserNutzen für unsere Themenbereiche sinnvoll und für unsere angesprochenen Social Media User attraktiv sind. Wir ermitteln zugleich die Wettbewerbssituation in den Themen über den UserNutzen.
  • Entscheidungen: wir legen den Rahmen für den UserNutzen fest in dem wir die relevanten und sinnvollen UserNutzen für die einzelnen Themen / Themenbereiche definieren.
  • Auswirkungen: mit dem UserNutzen legen wir die Handlungsoptionen für unsere Strategieentwicklung für den wichtigsten Strategiebestandteil fest. Schwächen in diesem Strategiebestandteil haben entsprechende Auswirkungen. Zugleich definieren wir auch hier einen Teil des Wettbewerbs den unsere Strategie bestehen und gestalten muss.
  • Erklärungen: Wir orientieren uns bei der Definition der UserNutzen an den Themenbereichen und den darin möglichen Nutzen sowie an den Präferenzen und Vorlieben unserer Zielgruppen.

Motivation

Wir erarbeiten im Prozess “Handlungsoptionen Motivation” die Informationsgrundlage für die Entscheidung über den oder die Motivation(en) und Motivationsstrukturen unserer Social Media Strategie. Die Handlungsoptionen Motivation definieren als den Rahmen für den Inhalt des Strategiebestandteils Motivation unserer Strategie.

  • Inhalt: wir ermitteln die möglichen Handlungsoptionen für Motivation und Motivationsstrukturen in unseren Themen. Wir beschreiben sowohl die Motivationsmethoden, deren Inhalte sowie die darauf ausgerichteten Motivationsstrukturen und deren Inhalte. Darüber hinaus halten wir die Wettbewerbssituation bei der Motivation in den Themenbereichen fest.
  • Entscheidungen: wir legen fest welche Motivationsmethoden und -strukturen für unsere Themen geeignet und sinnvoll sind.
  • Auswirkungen: in diesem Prozess definieren wir den Handlungsspielraum den wir für die Gestaltung des Social Media Strategiebestandteils Motivation haben und definieren zugleich die Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit des Inhalts diese Strategiebestandteils.
  • Erklärungen: wir stehen auch auf der Ebene der Motivation in einem Wettbewerb mit anderen Anbietern. Die Nutzung von Motivationsstrukturen und -methoden ermöglicht es den Wettbewerb zu gestalten und beispielsweise bei einer Pattsituation im Wettbewerb in anderen Strategiebestandteilen auf der Ebene der Motivation Wettbewerbsvorteile aufzubauen.

Partizipation

Wir erarbeiten im Prozess “Handlungsoptionen Partizipation” die Informationsgrundlage für die Entscheidung über die Partizipationsangebote und -struktur unserer Social Media Strategie. Die Handlungsoptionen Partizipation definieren den Rahmen für den Inhalt des Strategiebestandteils Partizipation unserer Strategie.

  • Inhalt: wir wir ermitteln die Handlungsoptionen die in unseren Märkten für Beteiligungsangebote und -strukturen bestehen.
  • Entscheidungen: festlegen geeigneter und sinnvoller Beteiligungsangebote und -strukturen und ihrer jeweiligen Wettbewerbsfähigkeit.
  • Auswirkungen: mit dem Inhalt des Strategiebestandteils Partizipation legen wir auch fest, wie weit wir die Ressourcen von Social Media nutzen, also wie weit wir uns von den Social Media Usern unterstützen lassen können und wollen. Je nachdem wie erfolgreich wir hier den Wettbewerb mit anderen Anbietern in unseren Themen gestalten, schaffen wir einen Hebel für den Erfolg unserer Strategie.
  • Erklärungen: die Unterstützung der Social Media User ist ein entscheidender Erfolgsfaktor und skaliert die Wirkung einer Strategie. Diese Unterstützung durch Partizipation ist von der Eignung der Themen und der Gestaltung der Beteiligungsangebote abhängig.

Überblick Social Media Handlungsoptionen

  • Inhalt: wir fassen alle Handlungsoptionen aus allen Themenbereichen in einer Übersicht zusammen und schätzen die Wettbewerbssituation und die eigenen Möglichkeiten diesen Wettbewerb zu gewinnen ein. .
  • Entscheidung: Einschätzung der Wettbewerbssituation.
  • Auswirkungen: Überblick, Orientierung und Informationsbasis für Entscheidungen über den Inhalt der einzelnen Strategiebestandteile.
  • Erklärungen: der Überblick über die möglichen Social Media Handlungsoptionen für die einzelnen themen und die Wettbewerbssituation.

Die Themen Social Media Affinität und Themen und Themenbereiche werden in eigenen Abschnitten umfassender erklärt. Dort finden Sie auch die Anwendungen und Übungen zu diesen Themen.

Strategische Perspektiven für die Ableitung von Handlungsoptionen

Unterschiedliche Perspektiven der Nutzung von Social Media

Zuerst müssen wir verstehen warum die Perspektive aus der wir Social Media nutzen strategischer Natur ist.

Strategische Perspektive der Nutzung von Social Media.

Entscheidungen oder Perspektiven des Handelns sind strategischer Natur wenn sie eine direkte oder indirekte Auswirkung auf Potenziale haben.

Je nachdem aus welcher Perspektive wir Social Media nutzen ändert sich das Markt- oder Ertragspotenzial das wir mit Social Media ansprechen / nutzen.

Aus dieser Erkenntnis resultiert die Notwendigkeit sich mit den verschiedenen Perspektiven zur Nutzung von Social Media zu befassen. Nur wenn wir wissen was möglich ist können wir die für uns relevantesten Vorgehensweisen ableiten.

Strategische Perspektiven der Nutzung von Social Media

Perspektive Produkt
  • Orientierung: wir nutzen Social Media um die Vermarktung eines bestehenden Produktes / bestehender Produkte zu unterstützen.
  • Wirkung: wir fokussieren uns auf die Potenziale des / der Produkte in Social Media. Andere für das Unternehmen möglicher Weise relevante Potenziale werden ignoriert.

Die produktorientierte Perspektive kann zwar zu einer sehr umfassenden funktionalen Nutzung in Social Media führen hat aber keinen Blick auf die Chancen und Potenziale rechts und links der produktorientierten Perspektive. Solche strategische “Tunnelperspektiven” oder “blinden Flecke” können sich als strategische Nachteile und Risiken herausstellen.

Perspektive Funktion
  • Orientierung: Social Media wird primär zur Unterstützung einer oder mehrerer Unternehmensfunktionen genutzt.
  • Wirkung: wir nutzen Social Media als der Perspektive der Funktion mit einem Ansatz der auf die Unterstützung dieser Funktion ausgerichtet ist. Das Leistungspotenzial von Social Media ist nur so weit relevant wie es dieser Funktion dienlich ist. Social Media wird nicht als eigenständiges Potenzial verstanden.

Diese Nutzungsperspektive findet sich beispielsweise häufiger in einer Nutzung von Social Media für das Marketing (aka Social Media Marketing). Dabei wird Social Media eingeschränkt verstanden und genutzt. Das kann und wird zwangsläufig Auswirkungen auf den Erfolg in Social Media haben und beinhaltet das Risiko eingeschränkter Wettbewerbsfähigkeit in Social Media und mit Social Media. Der eingeschränkte Erfolg kann dabei immer noch beachtlich ausfallen. Das Unternehmen wird durch diese Social Media Nutzung erfolgreicher als ohne, nutzt aber das Potenzial insgesamt nur reduziert.

Perspektive bestehendes Geschäftsmodell / bestehende Potenziale
  • Orientierung: die Social Media Nutzung dient der Unterstützung des Erfolgs des bestehenden Geschäftsmodells.
  • Wirkung: Social Media wird auf der Unternehmensebene ganzheitlich – für das bestehende Geschäftsmodell eingesetzt. D. h. der Nutzen des Unternehmens durch Social Media ist grundsätzlicher und umfassender. Alle von Social Media tangierten Bereiche des Geschäftsmodells werden unterstützt. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsmodells und den Beitrag von Social Media zum Unternehmenserfolg.

Dieser Ansatz der Nutzung von Social Media geht über die vorigen hinaus und erhöht die Leistungsfähigkeit des bestehenden Geschäftsmodells. Die Wettbewerbsfähigkeit steigt. Mögliche Risiken dieser Perspektive resultieren aus einem Tunnelblick der das Veränderungspotenzial von Social Media auf das bestehende Geschäftsmodell nicht wahrnimmt oder bewußt wahrgenommen als nicht oder noch nicht relevant ausklammert.

Perspektive neue Potenziale / neue Geschäftsmodelle
  • Orientierung: Wir orientieren uns am ganzheitlichen Leistungspotenzial von Social Media und berücksichtigen die Fähigkeit von Social Media Potenziale zu erschließen nicht nur für die bestehenden Potenziale des Unternehmens.
  • Wirkung: wir haben den umfassendsten Blick auf das Leistungspotenzial von Social Media. Dieser Blick umfasst nicht nur die Unterstützung der bestehenden Situation (Geschäftsmodell, genutzte Potenziale) sondern zeigt auch mögliche Optionen auf, die durch Social Media realisierbar werden (beispielsweise in Form angepasster Geschäftsmodelle, neuer / zusätzlicher Geschäftsmodelle, neuer / erweiterter Potenziale)

Je breiter der Blick auf die Situation und die möglichen Optionen, desto besser und nachhaltiger kann die daraus entwickelte Strategie werden.

Mit diesem breiten Blick auf den Nutzen von Social Media für das Unternehmen verlassen wir die immer noch in weiten Teilen vorhandene Einschätzung dessen was Social Media für Unternehmen leisten kann und die Einschätzung der Bedeutung von Social Media für das Unternehmen und damit natürlich auch die Einschätzung der Bedeutung des Social Media Management für das Unternehmen. Dieser “Schritt ins Licht” erfordert nicht nur Mut sondern auch die Fähigkeit den damit aufgezeigten Nutzen für das Unternehmen auch realisieren zu können. Nach meiner persönlichen Einschätzung reicht die bisher übliche Ausbildung (und Perspektive) der Social Media Manager allein nicht für diesen Schritt – so sinnvoll und nötig er auch aus Unternehmensinteresse sein mag. Nicht zuletzt deshalb habe ich das potenzialbasierte Strategiemodell entwickelt, das diesen Schritt unterstützen und ermöglichen soll. Eine Beschäftigung mit den Aspekten von Geschäftsmodellen darüber hinaus – zusätzlich zu den Inhalten des pbsm – würde auf jeden Fall empfehlen. Ebenso wie die Einbindung anderer Funktionsbereiche und des Unternehmensmanagement in die daraus resultierenden Überlegungen unverzichtbar ist.

Die strategische Perspektive im pbsm

Das potenzialbasierte Strategiemodell pbsm erlaubt es sowohl die Perspektive des bestehenden Geschäftsmodells als auch die Perspektive mit der Berücksichtigung neuer Potenziale und anderer Geschäftsmodelle einzunehmen.

Entscheiden Sie sich für die grundsätzlich empfehlenswertere breitere und umfassendere Perspektive ermitteln Sie bei der Analyse des bestehenden Geschäftsmodells zumindest auch das Veränderungspotenzial von Social Media auf das bestehende Geschäftsmodell und erarbeiten wo es Ihnen möglich ist – in Zusammenarbeit mit anderen Funktionsbereichen und dem Unternehmensmanagement –

  • alternative Geschäftsmodelle, die das Veränderungspotenzial von Social Media auf das bestehende Geschäftsmodell beinhalten.
  • ergänzende Geschäftsmodelle, die neben dem bestehenden Geschäftsmodell durch Social Media ermöglicht werden.

Beide Ansätze können durch entsprechende Social Media Strategieversionen in der Strategieentwicklung weiter berücksichtigt werden.