2.0.4 Social Media Leistungspotenzial für Unternehmen – Grundlagen 4

Social Media Leistungspotenzial
  • Lernziel: das Leistungspotenzial von Social Media und die dafür erforderliche
  • Inhalt: Überblick Social Media Leistungspotenzial für Unternehmen – Voraussetzungen
  • Nutzen: Kenntnis der Voraussetzungen der Nutzung des Social Media Leistungspotenzials für Unternehmen
  • Funktion : Grundlagenwissen
  • Position im Strategieprozess: vor Beginn der Strategieenwicklung
  • Key learning: Voraussetzungen für das Social Media Leistungspotenzial für Unternehmen.
  • Lesezeit: ca. 4 Minuten

Unternehmensperspektive.

Voraussetzungen des Social Media Leistungspotenzial

Damit Social Media in seinem ganzen Potenzial wirksam ist benötigen wir eine Reichweite, die aktiv ist. Also User die in Social Media auf unserem Social Media Angebot Zeit verbringen und sich in einer gewünschte Weise engagieren.

Damit dies geschieht – eine Reichweite entsteht und Aktivität vorhanden ist – benötigt es einen Nutzen für die User – und damit ist nicht der Nutzen aus der Unternehmensleistung gemeint.

Unternehmensleistung zuerst ist ein immer noch praktizierter Ansatz wenn Unternehmen Social Media nutzen. Das ist auf den ersten Blick verständlich, aber leider nicht zielführend für den Erfolg in Social Media.

Stellen wir die Unternehmensleistung in die erste Reihe unseres Social Media Auftritts oder stellen wir Social Media in unserer Website hinter die Unternehmensleistung funktioniert Social Media weniger gut. Die Konsequenz ist simpel – wir bekommen – jeweils durch Social Media – weniger Reichweite, weniger Engagement, weniger Markt, weniger Potenzial, weniger Umsatz, weniger Erfolg. Wenn Social Media für den Erfolg des Unternehmens bedeutungslos ist, schadet dieses Vorgehen nicht. Ansonsten ist es kontraproduktiv. Für Reichweite, Aktivität, Engagement, Markterschließung, Potenzial, Umsatz.

Für den Erfolg benötigen wir den Markt.

Social Media ist zunehmend eine Weg um Märkte zu erreichen und zu erschließen. Social Media ist zudem die beste Methode um Marktteilnehmer für die Marktbearbeitung zu aktivieren. Dazu müssen wir ihnen allerdings gute Gründe und das passende Werkzeug geben. Zu den guten Gründen gehört es in Social Media die User nicht in die zweite Reihe zu stellen, nicht das Produkt und den Verkauf in den Mittelpunkt zu stellen.

Das Perspektivenproblem

Wir eilen durch Social Media um zu verkaufen. Um Reichweite aufzubauen, um Marketinginhalte zu verbreiten und möglichst viral gehen zu lassen. Allerdings finden immer weniger User ihre persönliche Erfüllung darin, unbezahlte Hilfskräfte einer ihnen unbekannten Marketingabteilung eines Unternehmens zu werden, das sie nicht wirklich wertschätzt. Und deshalb funktioniert Social Media am Besten wenn wir Social Media machen, nicht Marketing und auch nicht Social Media Marketing.

Es gibt Gründe für Social Media Marketing zu machen, die alle darauf hinaus laufen, das alles andere – sprich Social Media – nicht funktioniert hat. Einmal weil man Social Media nicht verstanden hat, oder weil Social Media für das eigene Unternehmen nicht funktioniert. Beispielsweise weil die Produkte nicht geeignet sind oder weil das Unternehmen dafür nicht geeignet ist – Stichworte Unternehmenskultur oder Social Media Readyness.

Die Social Media Entscheidung

Vorausgesetzt unser Markt ist social media affin, müssen wir uns als Unternehmen entscheiden, ob wir in Social Media die Unterstützung der User gewinnen wollen, oder ob wir dort eben nur entsprechend verpackte Werbung posten wollen. Ersteres macht das Unternehmen deutlich erfolgreicher, weil einfach mehr am Erfolg des Unternehmens arbeiten und diese Arbeit unter dem Strich weniger kostet. Letzteres wird einfach stetig teurer, weil die Unternehmen, die davon profitieren, die Social Media Plattformen, die Aufmerksamkeit ihrer Social Media User nicht unbegrenzt durch Marketing belasten können, ohne Gefahr zu laufen an Attraktivität zu verlieren.

Wollen wir Social Media praktizieren, müssen wir Social Media den entsprechenden Stellenwert geben. Im Unternehmen, aber vor allem auch im Umgang mit den Social Media Usern. Social Media first eben. Ansonsten bleibt nur noch Social Media Marketing durch Ads und Marketingposts.

Perspektivenwechsel

Verstehen Sie Social Media tatsächlich als den Markt. Die User darin ebenso. Professionalität beginnt mit

  • einer Strategie, die dem Begriff gerecht wird und die Potenziale von Social Media und die
  • der Wertigkeit der Arbeit in Social Media.
  • Mitarbeitern, die die nötige Kompetenz haben oder erhalten und für ihre Arbeit geschätzt werden.
  • Budgets, die dem Leistungspotenzial und der darauf basierenden Strategie gerecht werden.

Beispiel

Nachfolgender Screenshot zeigt die Homepage von burdastyle.de. Ein sehr bekanntes Angebot aus einem Medienkonzern, das auch eine Community hat, über deren funktionale Qualität wir hier nicht reden.

Nimmt man die Position in der Navigation als Indiz für deren Bedeutung ist das Produkt das vermarktet werden soll ganz vorne und der Markt in dem es und mit dessen Hilfe es vermarktet werden soll ziemlich weit hinten. Mangelnde Social Media Affinität ist es nicht, die verhindert, das diese Community “abhebt.”

Ein interessanter wie nötiger Perspektivenwechsel wäre in diesem Fall vom “wir leben vom Verkauf” hin zu “wir leben vom Markt”.