Social Media Strategie

Definition Social Media Strategie

Der Begriff der Strategie wird bei Wikipedia umfassend beschrieben. Social Media Strategie ist nicht eigenständig sondern dient der Unternehmensstrategie und beschreibt wie wir als Unternehmen das Leistungspotenzial von Social Media für unsere Unternehmensstrategie einsetzen.

Als Social Media Strategie bezeichnen wir also eine Handlungsweise, mit der wir als Unternehmen die Potenziale von Social Media nutzen um damit – durch Social Media realisierbare – Ziele in Unternehmen, Markt und Wettbewerb zu erreichen (Chancen) und die Risiken, die aus Social Media entstanden sind und entstehen, reduzieren.

Bedeutung

Über die Social Media Strategie definieren wir was wir vom Leistungspotenzial von Social Media für unser Unternehmen wie und wofür nutzen. Damit definieren wir auch welchen Beitrag Social Media zum Unternehmenserfolg haben kann und wie wir mit den Chancen und Risiken aus Social Media umgehen. Die Social Media Strategie hat damit Auswirkung auf

      • den Unternehmenserfolg
      • die Wettbewerbsposition und -fähigkeit des Unternehmens
      • die Leistungsfähigkeit des Unternehmens

Methodische Ansätze und ihre Unterschiede

Die Entwicklung von Social Media Strategien kann sowohl direkt auf die Unterstützung definierter Unternehmensziele in und durch Social Media aufgesetzt werden (Fokussierung auf definierte Unternehmensziele). Sie kann aber auch auf das Leistungspotenzial von Social Media für das Unternehmen aufgebaut werden (Fokussierung auf den Unternehmensnutzen durch Social Media). In letzterem Fall wird zuerst das für das Unternehmen verfügbare Leistungspotenzial von Social Media ermittelt und in seiner Strategie darauf aufbauend darüber entschieden welchen Teil des Leistungspotenzials das Unternehmen nutzen will.

Fokussierung auf definierte Unternehmensziele: Die Strategieentwicklung setzt bei vorgegebenen Unternehmenszielen an und prüft anhand des Leistungspotenzials von Social Media und der Social Media Affinität von Märkten und Wettbewerb wie diese Unternehmensziele durch Social Media unterstützt werden können. Diese Vorgehensweise ist auf den ersten Blick logisch und ausreichend. Auf den zweiten Blick erkennen wir, das bei dieser Vorgehensweise die sowohl die besondere Natur von Social Media ausser Acht gelassen wird als auch das bestehende Geschäftsmodell des Unternehmens nicht berücksichtigt wird.

Nachteile der Vorgehensweise:

      • Social Media kann bestehende Prozesse und Vorgehensweise verändern. Berücksichtigen wir dieses Veränderungspotenzial nicht, leidet die Effizienz der bestehenden Prozesse und Vorgehensweise. Das Unternehmen verliert an Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
      • Social Media hat ein Veränderungspotenzial für Geschäftsmodelle. Berücksichtigen wir das Veränderungspotenzial von Social Media auf bestehende Geschäftsmodelle nicht oder nur teilweise, leidet die Effizienz und Wirksamkeit der Geschäftsmodelle. Das Veränderungspotenzial von Social Media für bestehende Geschäftsmodelle kann sehr weitgehend sein und Geschäftsmodelle in Teilen oder insgesamt obsolet machen. Eine Social Media Strategie, die diese Veränderung nicht berücksichtigt hat also ein Defizit in der Nutzung des Potenzials von Social Media – weil es die Verbesserung des Geschäftsmodells bzw. dessen Unterstützung außer Acht lässt. Darüber hinaus kann diese Vorgehensweise dazu führen, das Risiken für das Geschäftsmodell aus Social Media nicht erkannt werden.
      • Das Social Media Leistungspotenzial kann einen Unternehmen umfassenderen Nutzen bieten, als die Unterstützung definierter Unternehmensziele. Beispielsweise können durch Social Media mögliche Wettbewerbsvorteile in Märkten aufgebaut werden, die Ressourcen von Social Media für die Marktbearbeitung genutzt werden, oder wettbewerbsrelevante Insights generiert werde.
      • Das Unternehmen verfügt über weniger Wissen über mögliche UnternehmensNutzen durch Social Media als bei der Fokussierung auf den UnternehmensNutzen.

Vorteile der Vorgehensweise:

      • Wir fokussieren uns stärker. Der Strategieprozess ist schlanker.

Fokussierung auf den Unternehmensnutzen durch Social Media: Die Fokussierung auf den UnternehmensNutzen durch Social Media führt zu einem breiteren Ansatz, der zu mehr Nutzen für das Unternehmens führen kann und zugleich Chancen und Risiken von Social Media für das Unternehmen deutlicher macht. Wir prüfen zuerst welchen Nutzen das Unternehmen insgesamt aus Social Media ziehen kann und erkennen damit auch Chancen, die dem Unternehmen ansonsten verborgen geblieben wären. Ob und wie weit alle Chancen von Social Media für das Unternehmen genutzt werden ist eine unternehmerische Entscheidung, die anschließend getroffen wird.

Vorteile der Vorgehensweise:

      • Diese Vorgehensweise ermöglicht eine fundiertere unternehmerische Entscheidung für den Einsatz von Social Media / einer Social Media Strategie, weil das gesamte Potenzial mit seinen Chancen und Risiken in die Entscheidung einfließen kann. Das Management des Unternehmens erhält eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
      • Das Unternehmen hat eine bessere Kenntnis der Chancen und Risiken von Social Media für seine individuelle Situation.
      • Das Unternehmen kann möglicherweise Ressourcen aus Social Media zu seinem Vorteil generieren.

Nachteile der Vorgehensweise:

      • Diese Vorgehensweise erfordert zumindest zu Beginn ihrer Nutzung eine umfassendere Analyse der Chancen und Risiken von Social Media auf Märkten, Geschäftsmodell und Wettbewerb.

Anwendung pbsm

Im potenzialbasierten Strategiemodell basiert die Social Media Strategie auf

      • dem Leistungspotenzial von Social Media,. d. h. wir erarbeiten zuerst das Leistungspotenzial von Social Media das dem Unternehmen insgesamt zur Verfügung steht. Das potenzialbasierte Strategiemodell kann aber natürlich auch für die direkte Methode – die Fokussierung auf die Unterstützung definierter Unternehmensziele – eingesetzt werden.
      • dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Auswirkungen von Social Media auf das Geschäftsmodell.
      • den Märkten / dem Markt des Unternehmens und den Auswirkungen von Social Media darauf.
      • der Social Media Affinität von Märkten, Geschäftsmodell und Wettbewerb
      • der Wettbewerbssituation und den Auswirkungen und Gestaltungsmöglichkeiten von Social Media.
      • der Unternehmensstrategie und den Unternehmenszielen.
      • den Handlungsoptionen die das Unternehmen für seine spezifische Situation in Social Media nutzen kann.
      • den Ressourcen die dem Unternehmen für Social Media zur Verfügung stehen – einschließlich der Social Media Ressourcen.

Die dafür erforderlichen Kenntnisse sind noch nicht Teil der üblichen Ausbildung von Social Media Managern.