Motivation

Definition

Eine umfassende Definition von Motivation findet sich in Wikipedia. Wir fokussieren uns auf ihre Rolle und Bedeutung in der potenzialbasierten Strategieentwicklung für Social Media (pbsm). Motivation ist in Social Media ganz generell ein wichtiges Element. Social Media zielt ja deutlich stärker als die klassischen Medien auf die Mitwirkung und Aktivität der User ab. In der klassischen Medienwelt hat der User eine eher passive Rolle als Rezipient von Inhalten, in Social Media ist seine Aktivität sehr viel mehr erwünscht und angestrebt. Selbst im Social Media Nutzungsformat Audience, das den klassischen Medien in den Nutzungsformaten von Social Media am ähnlichsten ist, legen wir Wert auf die Interaktion von Social Media Usern mit unseren Inhalten. Diese Interaktion ist kein Automatismus und kein Selbstläufer. Sie funktioniert am ehesten wenn UserNutzen und die Motivation stimmen. Methoden der Motivation Neben der Aufteilung in intrinsischer und extrinsischer Motivation (Quellen der Motivation) sollten wir innerhalb unserer Strategieentwicklung auch auf die auf Social Media aufbauenden Arten von Motivationssystemen achten.

Was sind Motivationssysteme?

Motvationssysteme sind in Social Media konzeptionell-technische Strukturen in einem Social Media Angebot, die Social Media User zu einem bestimmten Verhalten motivieren sollen. Motivationssysteme in einem Social Media Angebot benötigen eine konzeptionelle Gestaltung und eine technische Umsetzung (Software). Konzeptionell sollten wir vor allem die Quellen der Motivation beachten um bei Social Media Usern die gewünschte Wirkung zu erzielen. Technisch ist die Qualität der Softwarefunktion entscheidend. Die Qualität von Konzeption und technischer Umsetzung zusammen definiert die Qualität der Motivationsstruktur eines Social Media Angebots.

Arten von Motivationssystemen in Social Media

Wir kennen

  • userbasierte Motivationssysteme, die auf die Motivation durch andere Social Media User setzen. Hier ermöglichen und motivieren wir Social Media User andere Social Media User für deren Leistungen auszuzeichnen. Für diese Art von Systemen empfiehlt sich ein integriertes softwarebasiertes System um die User zur Aktivität zu motivieren. Der Unterschied in der Wirkung ist, das die Anerkennung von Usern für User generiert wird, also von den Peers der User stammt und nicht von einer anonymen Instanz. Zudem können diese userbasierten zusätzlich zur Kommunikation und zur Vernetzung unter und zwischen Usern beitragen. Können, weil diese Wirkung natürlich durch die Funktionen gefördert bzw. ermöglicht werden muss.
  • softwarebasierte Motivationssysteme, die auf die Auszeichnung durch Software auf der Basis des Userverhaltens setzen. Hier werden User für bestimmtes Verhalten durch Symbole ausgezeichnet. Dies können Statussymbole sein, die eine bestimmte Kompetenz, einen Rang in einer Gemeinschaft oder einen Aktivitätsgrad darstellen.
Wie wirken sich Motivationssysteme aus?

Die Wirkung von Motivationssystemen besteht darin, dem User für andere sichtbare Anerkennung zukommen zu lassen. Diese Anerkennung bewirkt eine stärkere Bildung an das Social Media Angebot als dies ohne Motivationssystem der Fall wäre. Userbasierter Anerkennung unterstützt es sich als anerkanntes Teil einer Gruppe oder Gemeinschaft zu fühlen. Zugleich bieten Motivationssysteme auch eine Form von Partizipation. Verstehen Sie Motivationssysteme als einen Hebel, der den Erfolg einer Plattform auf neue Ebenen bringen kann. 

Motivation ist also ein Element der Userbindung und der Useraktivierung. 

Wie wirken sich Motivationssysteme im Wettbewerb aus?

Stellen Sie sich vor, Sie könnten bei einem bestimmten Thema, das Sie sehr interessiert, Teil von zwei Gruppen sein, in denen dieses Thema aktiv behandelt wird. Sie haben die Wahl zwischen einer Gruppe, in der Mitglieder sichtbar Anerkennung erhalten und auch vergeben können und in einer Gruppe, in der Anerkennung nicht oder kaum erkennbar vorkommt. Natürlich gibt es für Ihre Entscheidung in welche Gruppe Sie gehen werden weitere Kriterien, aber wenn die Gruppen in diesen anderen Kriterien weitgehend ähnlich oder gleich sind, oder wenn Anerkennung für Sie besonders wichtig ist, werden Sie sich sehr wahrscheinlich für die Gruppe entscheiden, in der Sie mehr Anerkennung erleben können. Erleben Sie diese Anerkennung sinkt die Neigung, diese Gruppe zugunsten der anderen zu verlassen. 

Motivationssysteme sind ein Wettbewerbsfaktor. 

Motivation in der pbsm

Erfolgsfaktor Motivation

In der pbsm ist die Motivation als wesentlicher Erfolgsfaktor in die Social Media Strategieentwicklung integriert. Über Motivation erreichen wir unsere Social Media User und sie ist der Schlüssel zur Aktivierung von Social Media Usern zu unseren Gunsten und kann auf diesem Weg die Ressourcen von Social Media für das Unternehmen erschließen. Wir nutzen diesen Erfolgsfaktor im Wettbewerb, insbesondere für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen unseres Social Media Angebots. Die gezielte Einsatz als Erfolgsfaktor im direkten Wettbewerb kann die Basis eines stabilen Wettbewerbsvorteils werden.

Natürlich können Wettbewerber diesen Erfolgsfaktor ebenfalls einsetzen und damit entweder einen bestehenden Wettbewerbsvorteil ausgleichen oder einen Wettbewerbsnachteil für unser Angebot schaffen. Deshalb ist es um so wichtiger, diesem Erfolgsfaktor sowohl in der Analyse von Märkte, Nutzerverhalten und nicht zuletzt auch Wettbewerb eine entsprechend hohe Aufmerksamkeit zu widmen.

Methodisch wird dieser Erfolgsfaktor im der Methode pbsm systematisch sowohl in der Analyse als auch in der Strategiedefinition berücksichtigt.

Strategiebestandteil Motivation

Über den Aspekt des Erfolgsfaktors hinaus nutzen wir einen Strategiebestandteil dieses Namens in dem die konkreten Anforderungen für die Motivation – sowohl kommunikativer, wie konzeptioneller und technischer Natur – so genau beschrieben werden, das die Umsetzung der Anforderungen der Social Media Strategie an die Motivation nahtlos zu einem festen und überprüfbaren Bestandteil der Tagesarbeit wird. Zwischen den Erfolgsfaktoren und Strategiebestandteilen Motivation, UserNutzen und Partizipation besteht ein besonders intensiver Zusammenhang. Die Wechselwirkung zwischen diesen Erfolgsfaktoren hat eine hohe Bedeutung für den Erfolg, weil sie letztlich darüber entscheidet wie viele Social Media User wir erreichen und für unsere Ziele aktivieren können. Die Überprüfung der Wechselwirkung auf gegenseitige Unterstützung bzw. Kompatibilität ist daher auch nicht verzichtbar. Motivation profitiert sehr vom UserNutzen und Partizipation erhöht nicht nur die Motivation, sie ist auch der logische Nutzen den wir aus dem Erfolg unserer Motivation ziehen können.

Wechselwirkung mit anderen Strategiebestandteilen

Mit folgenden Strategiebestandteilen bestehen sehr häufig besonders intensive Wechselwirkungen:

  • Nutzungsformate: die gewählten Nutzungsformate unserer Social Media Strategie müssen die von uns gewünschte Motivation auchtechnisch-konzeptionell realisieren können. Ist dies nicht der Fall, entfällt die gewünschte Wirkung und reduziert damit den Erfolg der Strategie.
  • UserNutzen: ein überzeugender UserNutzen unseres Social Media Angebots ist zu gleich ein deutlicher Motivationsfaktor für die Nutzung dieses Angebots.
  • Partizipation: attraktive Beteiligungsmöglichkeiten innerhalb unseres Social Media Angebots sind ebenfalls ein nicht zu überschätzender Motivationsfaktor.